Magdeburg. Zum dritten Mal in Folge tritt die Marxistisch-Leninistische Partei (MLPD) zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt an. Die 1982 in Bochun gegründete Partei macht offiziell keine Angaben über die Zahl ihrer Mitglieder. Laut Verfassungsschutzbericht sollen es bundesweit 2300 sein. Angaben über die personelle Stärke des Landesverbandes gibt es nicht.

"Das behandeln wir generell vertraulich", sagt Landesverbandschef Klaus Fuchs (56). Nur so viel: Man habe in Sachsen-Anhalt zwei Kreisverbände, einen für Magdeburg, den anderen für Dessau, Wolfen und Bitterfeld. Außerdem unterhalte man Ortsgruppen in Halle, Aschersleben-Bernburg und Zeitz.

Punkten will die Partei hauptsächlich mit den Themen Lohndumping und Arbeitslosigkeit. "Sachsen-Anhalt ist in den letzten Jahren attraktiver geworden, aber in erster Linie für die Wirtschaft. Viele Menschen sind gezwungen, zu Niedriglöhnen zu arbeiten", sagt Fuchs. Und: "Ich weiß, wovon ich rede. Als Kommunikationselektroniker, der zwei Sprachen beherrschen muss, verdiene ich lediglich 7,75 Euro pro Stunde."

Als Zielgruppen hat die MLPD laut Fuchs vor allem Arbeiter, Frauen und Jugendliche im Blick.

Bei der letzten Landtagswahl 2006 gelang der MLPD fast eine Verdreifachung ihrer Zweitstimmen. Allerdings bedeuteten die 2079 Stimmen am Ende gerade einmal 0,2 Prozent.

Die zwölfköpfige Landesliste wird angeführt von Monika Kuske (53), einer gelernten Verkäuferin aus Magdeburg. Auf den Plätzen folgen Jörg Weidemann (43), Krankenpfleger aus Halle, Ina Korntreff (43), Heilerziehungspflegerin aus Bitterfeld-Wolfen, Frank Oettler (44), Straßenbahnfahrer aus Halle, und Rita Renner (52), Krankenschwester aus Magdeburg.

 

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