Magdeburg (wb). Nach dem Zugunglück in Hordorf (Landkreis Börde), bei dem am 29. Januar zehn Menschen ums Leben gekommen waren, sind bei der Staatsanwaltschaft Magdeburg mehrere Strafanzeigen eingegangen. Das bestätigte Sprecherin Silvia Niemann gestern auf Nachfrage, ohne näher auf deren Inhalt einzugehen.

Nach Volksstimme-Informationen sollen sich Anzeigen gegen Verantwortliche richten, die den Abbau von Schutzgleisen sowie den Nicht-Einbau von automatischen Zugbremsanlagen entschieden haben. Nach Experteneinschätzung hätte diese Technik den Zusammenstoß des Güterzuges mit dem Personenzug höchstwahrscheinlich verhindert.

Niemann sagte: "Wir werden jede einzelne Anzeige sorgfältig prüfen. Zunächst jedoch konzentrieren wir uns auf die Ermittlungen der Unfallursache."

In Oschersleben dankte Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) gestern den Helfern am Unglücksort für ihren engagierten Einsatz. Sachsen-Anhalt I