Magdeburg (dpa). Auch sie dürfen nun ihr Kreuz machen: Etwa 85 000 Menschen sind am 20. März erstmals zu einer Landtagswahl in Sachsen-Anhalt aufgerufen, weil sie in den vergangenen fünf Jahren volljährig geworden sind. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Halle lag die Zahl der Erstwähler bei der vergangenen Landtagswahl noch bei 135 000. Dass es nun deutlich weniger sind, ist Folge des demografischen Wandels.

Die jungen Frauen und Männer, die zwischen dem 27. März 1988 und dem 20. März 1993 geboren wurden, haben am 20. März wie alle anderen die Qual der Wahl. Die Erstwähler stellen rund 4,3 Prozent der etwa zwei Millionen Wahlberechtigten.

In der Gruppe der Jung- und Erstwähler lag die Wahlbeteiligung bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2006 besonders niedrig. Weniger als 30 Prozent der 18- bis 30-Jährigen gaben ihre Stimme ab, während der Durchschnitt aller Wahlberechtigten bei 44,4 Prozent lag. Die niedrigste Wahlbeteiligung wiesen die 21- bis unter 25-Jährigen auf, nur 24,6 Prozent von ihnen beteiligten sich. Menschen zwischen 60 und 70 Jahren waren die aktivste Wahlgruppe.

Die bevorzugten Parteien der Wähler bis 25 Jahre bei der vergangenen Landtagswahl waren laut amtlicher Wahlstatistik die CDU (27,1 Prozent) und die SPD (22,9 Prozent). Vor allem die kleinen Parteien profitierten von den Jungwählern. 8,5 Prozent (insgesamt: 6,7 Prozent) stimmten für die FDP, 7,8 Prozent (gesamt 3,6 Prozent) für die Grünen und 7,1 Prozent (gesamt: 3,0 Prozent) für die DVU.