Schönebeck (fm). Die Erde östlich von Schönebeck hütet historische Geheimnisse. Nach der Untersuchung einer Kreisgrabenanlage bei Pömmelte in den Jahren 2005 bis 2008 haben gestern die Ausgrabungen an einer zweiten, bei Schönebeck gelegenen Anlage begonnen. Wissenschaftler des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie entdeckten bereits 2003 auf Luftbildern die Überreste von zwei großen Kreisgrabenanlagen. Sie dienten etwa von 2600 bis 1800 vor Christus rituellen und astronomischen Zwecken.

"Das war ein gutes Zusammenspiel aller Beteiligten". würdigte der Staatssekretär im Kultusministerium, Valentin Gramlich, die organisatorischen Vorbereitungen. Er lobte ausdrücklich das Engagement des Vorsitzenden des Schul- und Bildungsausschusses im Landtag, Gunnar Schellenberger, der im Salzlandkreis beheimatet ist.

Ausgrabungsleiter André Spatzier schloss gegenüber der Volksstimme nicht aus, dass Goldfunde auf die Archäologen warten. "Die Zeit würde passen", sagte er.