Wien (dpa). Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA, Yukiya Amano, hat die Situation im Atomkraftwerk Fukushima 1 als "sehr ernst" bezeichnet. Er werde so schnell wie möglich selbst nach Japan fliegen und danach eine Sondersitzung des Gouverneursrats, dem IAEA-Leitungsgremium, einberufen, sagte der 63-jährige Japaner gestern in Wien. Am liebsten wolle er sofort aufbrechen, so Amano.

"Japan hat einen sehr schweren Unfall zu bewältigen", sagte der IAEA-Sicherheitsexperte James Lyons zur Lage in Fukushima. Der Kern mehrerer Reaktoren ist nach Worten Amanos beschädigt. Die Betreibergesellschaft Tepco tue alles, was sie könne: "Aber es gibt zu viele Elemente, die wir noch nicht wissen." Nach Angaben von Amano stiegen die Radioaktivitätswerte im Raum Tokio leicht an. Sie seien aber nicht schädlich für die menschliche Gesundheit.