Wernigerode/Halle. Der Millionenstreit zwischen Harzsparkasse und Landessportbund um das Wernigeröder Hotel "Schanzenhaus" geht in die nächste Instanz.

Das Bankhaus aus Wernigerode hat gegen das Urteil des Hallenser Landgerichts vom 8. Februar Berufung eingelegt. Nun soll das Oberlandesgericht in Naumburg ein Urteil fällen.

Das Sporthotel im Harz war von der Schanzenhaus GmbH gebaut und betrieben worden, einer inzwischen liquidierten Tochterfirma des Landessportbundes. Mit der Insolvenz des "Schanzenhauses" hatte die Sparkasse Darlehensgelder zurückgefordert. Grund dafür, so Sparkassenvorstand Werner Reinhardt, sei die vom damaligen Sportbund-Präsidenten Heinz Marciniak abgegebene "Patronatserklärung", die eine ausdrückliche Bedingung für die Kreditvergabe von 1,3 Millionen Euro gewesen sei.

Diese Form der Bürgschaft hätten laut Satzung nur zwei Präsidiumsmitglieder gemeinsam abgeben können, argumentiert der heutige Chef des Landessportbundes, Andreas Silbersack. Er zeigte sich nach dem Richterspruch von Halle erleichtert, dass das Gericht diese fehlende Vertretungsvollmacht anerkannt habe