Wiesbaden (dpa). Immer mehr Menschen in Sachsen-Anhalt wohnen alleine oder zu zweit. Doch weil die Bevölkerung insgesamt schrumpft, wird die Zahl der privaten Haushalte bis 2030 trotzdem kontinuierlich abnehmen. Der Bevölkerungsrückgang werde die Zersplitterung der Haushalte nicht kompensieren, teilte das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Von 2009 bis 2030 wird mit einem Rückgang von 1,2 Millionen auf 1 Million gerechnet. In rund drei Viertel der Haushalte in Sachsen-Anhalt lebten schon im Jahr 2009 nur ein oder zwei Menschen. Bis 2030 steigt der Anteil der Single-Haushalte von 38 auf 41 Prozent an, der Anteil der Zweipersonenhaushalte klettert von 39 auf 42 Prozent. Wohnungen und Häuser, in denen Familien mit einem oder mehr Kindern leben, finden sich dagegen immer seltener. Nach den Berechnungen aus Wiesbaden geht der Anteil dieser Haushalte bis 2030 um ein Viertel zurück. Während die Entwicklung in allen ostdeutschen Ländern ähnlich negativ verläuft wie in Sachsen-Anhalt, steigt die Zahl der Haushalte in den westdeutschen Ländern noch bis 2029 an. Erst dann zeichnet sich eine Trendwende ab. Insgesamt erwarten die Statistiker im Jahr 2030 rund 41 Millionen Haushalte in Deutschland. 2009 waren es etwa 40 Millionen.