Magdeburg/Tokio (pw/dapd/dpa). Die Deutsch-Japanische Gesellschaft Sachsen-Anhalt hat zur Hilfe für die Katastrophen-Opfer in Japan aufgerufen. Der Gesellschaft liegen nach eigenen Angaben zahlreiche Spendenangebote und Bereitschaftserklärungen zur Aufnahme japanischer Katastrophenopfer vor. Sie erklärte sich bereit, als Koordinationsstelle für Hilfsangebote aus Sachsen-Anhalt zu fungieren. Ihr Präsident ist unter der E-Mail-Adresse michael_gosewisch@yahoo.de beziehungsweise unter Telefon (0391) 72 21 193 zu erreichen.

Deutsche Hilfsorganisationen haben bereits mehr als fünf Millionen Euro an Spenden gesammelt. Allein auf das Konto des Deutschen Roten Kreuzes wurden bis Freitag 2,9 Millionen Euro eingezahlt.

Unterdessen ist gestern über zwei Blöcken des havarierten Atomkraftwerks Fukushima Eins erneut Rauch aufgestiegen. Zuerst qualmte es über Block 3, später auch über Block 2. Die Betreibergesellschaft Tepco zog ihre Arbeiter vom Gelände ab.

Tepco soll indes in dem Kraftwerk schon früher geschlampt haben. Laut der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo warf die japanische Atomsicherheitsbehörde NISA Tepco einige Tage vor der Katastrophe Mängel bei der Inspektion vor. In Fukushima Eins seien insgesamt 33 Geräte und Maschinen nicht ordnungsgemäß überprüft worden, hieß es.

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