Magdeburg (dpa). Nach einer dreiwöchigen Unterbrechung ist der Prozess um den Feuertod des Asylbewerbers Oury Jalloh am Mittwoch fortgesetzt worden. Der angeklagte Polizist war in der Zwischenzeit erkrankt. Am Mittwoch blieb es am Landgericht Magdeburg bei einer sehr kurzen Verhandlung, es wurden nur einige Schriftstücke verlesen. Für Donnerstag und Freitag sind weitere Zeugen geladen.

In dem Prozess geht es um den Tod des Asylbewerbers in einem Polizeigewahrsam in Dessau im Januar 2005. Der an Händen und Füßen gefesselte Mann soll selbst ein Feuer mit einem Feuerzeug entfacht haben und in den Flammen ums Leben gekommen sein. Der 50 Jahre alte Angeklagte muss sich wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten, weil er laut Anklage zu spät auf einen Alarm reagiert hatte.