Magdeburg (dapd/vs). Die Zeitarbeit hat in Sachsen-Anhalt deutlich zugenommen. Zum Stichtag 30. Juni 2010 arbeiteten 23.145 Beschäftigte in der Branche, knapp 5.000 mehr als vor einem Jahr, wie ein Sprecher der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Damit wies Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr mit 3,1 Prozent erneut eine höhere Leiharbeitsquote auf als der Bund (2,6 Prozent) und die ostdeutschen Länder (2,8 Prozent).

Das Bruttoeinkommen der Leiharbeitnehmer lag den Angaben zufolge deutlich unter dem für Sachsen-Anhalt errechnete durchschnittlichen Einkommen von 1.989 Euro. Rund die Hälfte aller vollbeschäftigten Leiharbeiter verdienten nur zwischen 900 und 1.300 Euro.

Der Frauenanteil in der Branche betrug 24,3 Prozent. Besonders viele Zeitarbeiter gab es im Kreis Dessau-Roßlau mit einer Quote von 7,3 Prozent sowie in Magdeburg (4,4 Prozent) und Halle (4,4 Prozent). Den geringsten Anteil an Leiharbeitern wiesen das Jerichower Land (0,6 Prozent) und der Kreis Mansfeld-Südharz (1,2 Prozent) auf.