Magdeburg (dpa). Mit einem eigenen Referat beim Verfassungsschutz will Sachsen-Anhalts neuer Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) die Chancen für ein Verbot der rechtsextremen NPD ausloten. Die zunächst dreiköpfige Gruppe werde sofort ihre Arbeit aufnehmen, sagte Stahlknecht. Ein erster Anlauf für ein Verbot der Partei war 2003 gestoppt worden, weil die Rolle von V-Leuten in der NPD unklar war. Inzwischen gebe es neue Anhaltspunkte für die verfassungsfeindliche Ausrichtung der Partei, die ergebnisoffen untersucht werden müssten, sagte Stahlknecht.