Berlin (dapd). Rund jeder dritte Fernzug kommt an den großen Bahnhöfen in Mitteldeutschland verspätet an. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in ihrer jüngsten Erhebung zur Pünktlichkeit der Deutschen Bahn im Nah- und Fernverkehr. Dabei belegen die Bahnhöfe Erfurt und Leipzig bundesweit die beiden letzten Plätze, wie die Stiftung gestern mitteilte.

Schlusslicht ist Erfurt, den dortigen Bahnhof erreichen 43 Prozent aller Fernzüge mit einer Verspätung von mehr als sechs Minuten. Auf dem vorletzten Platz landet Leipzig mit einer Verspätungsrate von 39 Prozent, in Dresden sind es 36 und in Magdeburg 29 Prozent.

Besser sieht die Situation im Nahverkehr aus. Dort sind in Mitteldeutschland zwischen 14 (Leipzig) und 20 Prozent (Erfurt) der Züge unpünktlich. Dies liegt nach Einschätzung der Tester unter anderem daran, dass die Bahn bei Verspätung der Nahverkehrszüge Strafen an die Verkehrsverbünde zahlen muss, bei Fernzügen, die sie selbst betreibt, hingegen nicht. Außerdem erhöht sich das Verspätungsrisiko, je länger die Strecke ist. Meinung I