Mainz/Halle (dapd). Halle hat das Rennen um den Titel "Stadt der Wissenschaft" 2012 verloren. Die Jury des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft entschied sich gestern in Mainz für den Mitbewerber Lübeck. Die Wahl der norddeutschen Stadt wurde mit der "Vielzahl geplanter Aktivitäten" für den Zeitraum begründet. Um den Titel hatte sich auch das bayerische Regensburg beworben.

Die Stadt Lübeck, die mit dem Slogan "Hanse trifft Humboldt" wirbt, erhält nun zur Umsetzung des Wissenschaftsjahres 250 000 Euro vom Stifterverband. Die beiden unterlegenen Finalisten erhalten jeweils 50 000 Euro als Preisgeld für ein besonders herausragendes Projekt ihrer Bewerbung.

Die Saalestadt hatte sich unter dem Motto "Halle verändert" beworben. Die Jury des Stifterverbands lobte immerhin, es gelinge Halle, wichtige Themen für die Stadtentwicklung in Kooperation mit Unternehmen, Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen aufzugreifen. Als besonders wegweisend würdigte das Gremium, dass die regionalen Wissenschaftseinrichtungen die Herausforderungen des Standortes in ihren Forschungsprojekten aufgreifen.