Aschersleben/Magdeburg (dpa/vs). Als erste Stadt in Sachsen-Anhalt hat Aschersleben die Zulassung des früheren Autokennzeichens ASL beantragt. Die Stadt habe einen entsprechenden Antrag an das Verkehrsministerium in Magdeburg geschickt, teilte die Stadt Aschersleben am Freitag mit.

Die Menschen in Aschersleben würden sich mit dem vor drei Jahren eingeführten Kennzeichen SLK (Salzlandkreis) nicht identifizieren, sagte Oberbürgermeister Andreas Michelmann (parteilos). Auch der Stadtrat in Weißenfels hat sich für die Rückkehr zum alten Kennzeichen ausgesprochen. In Sachsen-Anhalts Verkehrsministerium würden derartige Anträge noch nicht vorliegen.

Die Verkehrsminister von Bund und Ländern hatten bei ihrer Konferenz in Potsdam in dieser Woche grünes Licht für die Rückkehr von Kennzeichen gegeben, die im Zuge von Gebietsreformen abgeschafft worden waren. Jedoch muss der Bund dafür zunächst die rechtlichen Voraussetzungen schaffen und die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung ändern. "Vorher können solche Anträge nicht bearbeitet werden", sagte der Sprecher des Verkehrsministeriums, Harald Kreibich.

Der aus dem Amt scheidende Verkehrsminister Karl-Heinz Daehre sieht die Rückkehr zu den alten Auto-Kennzeichen kritisch. Es handele sich um großen bürokratischen Aufwand, den es nicht zum Nulltarif gebe. "Es gibt heute nichts, was nichts kostet."