Magdeburg (bk). Die Jugendstrafkammer des Landgerichts Magdeburg verhandelt am Montag gegen vier junge Männer aus Magdeburg und Umgebung.

Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten im Alter zwischen 21 und 27 Jahren unter anderem Körperverletzung, Freiheitsberaubung und Bedrohung vor – insgesamt 15 Straftaten, an denen die Angeklagten im Juni und Juli 2008 in unterschiedlicher Zusammensetzung beteiligt gewesen sein sollen.

Die vier Männer sollen ihr 21 Jahre altes Opfer während dieser vier Wochen regelrecht gequält und um dessen Geld gebracht haben.

Die Anklageschrift listet unter anderem auf, dass der 21-Jährige mit Paketband gefesselt wurde. Zudem sei er mit einem Messer verletzt und geschlagen worden. Zu den erniedrigenden und menschenverachtenden Taten soll außerdem gehört haben, dass das Opfer gezwungen wurde, ein Glas Urin zu trinken.

Einmal sollen die Angeklagten damit gedroht haben, dem Magdeburger einen Finger abzuschneiden, wenn er ihnen nicht 500 Euro gebe.

Der 21-Jährige sei gezwungen worden, Diebstähle zu begehen und die Beute bei seinen Auftraggebern abzuliefern.

Die Staatsanwaltschaft Magdeburg hatte den Fall zuerst beim Amtsgericht Magdeburg angeklagt. Wegen der Schwere der Vorwürfe hat das Amtsgericht das Hauptverfahren jedoch im Dezember 2010 an die 2. Große Strafkammer des Landgerichts verwiesen.