Magdeburg (dpa/wb). Sachsen-Anhalts neuer Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat gestern sieben neue Staatssekretäre ernannt. In der Staatskanzlei in Magdeburg übergab der Regierungschef die Ernennungsurkunden. In der Riege der Spitzenbeamten gibt es sieben neue Gesichter, drei Staatssekretäre bleiben im Amt, fünf wurden in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Einer von zwei Staatssekretärs-Posten im Wissenschafts- und Wirtschaftsministerium ist noch unbesetzt.

Als Staatssekretäre neu ernannt wurden: Jörg Felgner und Heiko Geue (Finanzministerium), Ulf Gundlach (Innenministerium), Jan Hofmann (Kultusministerium), Klaus Klang (Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr), Eberhard Schmidt-Elsaeßer (Ministerium für Justiz und Gleichstellung), Marco Tullner (Ministerium für Wissenschaft und Wirtschaft). Im Amt bleiben Beate Bröcker (Sozialministerium), Michael Schneider (Leiter der Landesvertretung in Berlin) und Jürgen Stadelmann (Agrar- und Umweltministerium).

Allerdings scheint Stadelmanns berufliche Zukunft wegen staatsanwaltlicher Vorermittlungen ungewiss. Die Staatsanwaltschaft Stendal hat Belege dafür gefunden, dass der CDU-Politiker verbotenerweise Akten aus dem Müll-Untersuchungsausschuss an einen Beschuldigten gesandt hat. Aus der Staatskanzlei hieß es gestern auf Nachfrage, Haseloff lasse sich derzeit zum Vorgang "zuarbeiten".

In den einstweiligen Ruhestand versetzt wurden Bernhard Sterz (Justiz), Winfried Willems und Valentin Gramlich (beide Kultus), Helmut Stegemann (Finanzen) sowie Detlef Schubert (Wirtschaft).