Die Menschen in Sachsen-Anhalt haben ein sommerlich sonniges Osterwochenende erlebt. Überschattet wurde das Osterfest von mehreren Bränden. In der Colbitz-Letzlinger Heide und in Osterburg wurden zwei Gaststätten Raub der Flammen.

Haldensleben/Osterburg. An einem der ältesten Flussbäder Deutschlands, am Osterburger Biesebad, ist in der Nacht zum Ostermontag eine Gaststätte niedergebrannt. Die Polizei bezifferte den Schaden auf rund 250000 Euro.

Kurz nach 1 Uhr nachts war die Osterburger Feuerwehr alarmiert worden, dass das Biese-Café in Flammen stand. Die Wehr rückte mit sechs Einsatzfahrzeugen und 21 Brandbekämpfern aus. Das Café, das in Fachwerkbauweise errichtet worden war und ein Reetdach besaß, war aber nicht mehr zu retten.

Da die Zufahrt für die Löschfahrzeuge nicht bis unmittelbar an das Freibadgelände möglich war, mussten die Feuerwehrleute rund 1000 Meter Schlauchleitung verlegen. Die Löscharbeiten zogen sich bis gestern gegen 6 Uhr hin.

Die Polizei hat inzwischen die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Ein Ergebnis steht allerdings noch aus.

Bereits am Ostersonntag hatte es im Örtchen Hütten in der Colbitz-Letzlinger Heide für die Gastwirtsfamilie Stallmann am Ostersonntag eine böse Osterüberraschung gegeben: Am frühen Morgen stand der hölzerne Saal ihrer Ausflugsgaststätte "Waldfrieden" direkt an der Heidestraße lichterloh in Flammen.

84 Feuerwehrleute von sieben Wehren aus Haldensleben und den umliegenden Heide-Orten kämpften stundenlang gegen die Flammen. Zur Unterstützung kamen auch Helfer der Feuerwehr des Truppenübungsplatzes zum Einsatz.

Größtes Problem für die Retter war die Wasserzufuhr, da es auf dem Gelände keinen Hydranten gibt. Den Saal konnten die Wehren nicht mehr retten, er brannte nieder. Auch am direkt angrenzenden Wohnhaus der Gastwirtsfamilie richtete der Brand Schaden an. Die Kripo vermutet Brandstiftung, da sich Einbruchsspuren fanden und eine Kasse gestohlen wurde, bestätigte ein Polizeisprecher gestern. Der Sachschaden beträgt etwa 220000 Euro.

Im Querfurter Ortsteil Spielberg (Saalekreis) hielt eine Serie von Bränden seit Sonntag die Feuerwehr in Atem. Wie die Polizei in Merseburg am Montag mitteilte, wurde bei den Bränden an verschiedenen Stellen niemand verletzt.

Am Sonntag waren zunächst eine ungenutzte Garage sowie eine nahegelegene Scheune in Flammen aufgegangen, wenig später brannten auch noch Strohballen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Am Montag wurde dann ein Feuer in einem leerstehenden Wohnhaus gemeldet. Es entstand geringer Schaden, hieß es.

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Halle sind am Osterwochenende zwei Menschen schwer verletzt worden. Wie die Polizei am Ostermontag mitteilte, war das Feuer bereits am Sonnabendabend aus zunächst ungeklärter Ursache ausgebrochen.

Der Mieter der betroffenen Wohnung erlitt bei dem Feuer schwerste Brandverletzungen. Der 44-Jährige kam ins Krankenhaus, ebenso ein 51 Jahre alte Mieter der darüberliegenden Wohnung. Bei ihm besteht der Verdacht auf Rauchgasvergiftung. Das Haus ist seit dem Brand unbewohnbar.

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