Ein Traumpaar feiert Märchenhochzeit: Prinz William und seine Kate geben sich das Jawort. Alles läuft perfekt nach Plan, selbst das Wetter bleibt trocken – nur der Ehering klemmt.

London (dpa). Prinz William hat in London seine langjährige Freundin Catherine Middleton geheiratet. Rund 1900 Gäste in der Westminster Abbey und ein geschätztes Milliardenpublikum an den Fernsehern weltweit verfolgten gestern das feierliche Eheversprechen. Ein Kuss auf dem Balkon des Buckingham Palastes besiegelte den Liebespakt danach vor den Augen des Volkes. Auf den Straßen Londons feierten Hunderttausende mit Fahnen und Verkleidungen ein Freudenfest, das fast an Karneval erinnerte.

Das Paar wirkte trotz des strengen Protokolls wie viele andere Liebende an ihrem großen Tag: Als Catherine im Brautkleid neben ihm stand, formte William mit den Lippen Komplimente. Es gab tiefe Blicke, viel Lächeln und kleine Gesten der Zärtlichkeit. Gelöst wirkten die beiden auch während ihrer Fahrt in der offenen Kutsche zum Palast.

Nach dem Gottesdienst fuhren die Eheleute winkend an der Spitze des Kutschenkorsos 2,4 Kilometer durch die Innenstadt zum Buckingham Palast. Das Wetter spielte mit. Vorübergehend blitzte Catherines Diadem – eine Leihgabe der Queen – sogar hell in der Sonne auf. Alles lief auf die Minute genau nach dem Ablaufplan des Palastes – nur beim Ring, den William Kate auf den Finger schob, klemmte es: Der Prinz hatte deutliche Schwierigkeiten, das Schmuckstück aus walisischem Gold über den Fingerknöchel seiner Frau zu bewegen. Doch dann passte auch das.

Von der Verbindung des künftigen Thronfolgers mit der selbstbewussten Millionärstochter erhofft sich die britische Monarchie noch mehr Sympathie und einen Modernisierungsschub. Die Seite Drei

Bilder