Von Bernd Kaufholz

Magdeburg. Das Landgericht Magdeburg beschäftigt sich seit gestern mit einem Tötungsdelikt, gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung. Angeklagt ist ein 41-Jähriger.

Oberstaatsanwalt Frank Baumgarten schilderte gestern Nachmittag vor der Ersten Großen Strafkammer in der Anklage die Taten.

So soll Maik Z. am 23. April des vergangenen Jahres die Tür seines Bekannten Erik S. eingetreten haben, der im selben Mietshaus wohnte wie er. "Dann ging er ins Schlafzimmer des Bekannten und schlug dem im Bett Liegenden mit der Faust ins Gesicht", so Baumgarten.

Nachdem er S. aufgefordert hatte, sich im Wohnzimmer auf einen Sessel zu setzen, soll Z. ihn mindestens zweimal getreten und ihm fünfmal mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. "Das Ergebnis: Kieferfraktur, Jochbeinbruch und Bruch über dem rechten Auge", schilderte der Ankläger.

In der Nacht vom 6. zum 7. November 2010 soll der schwer angetrunkene Z. seine ebenfalls betrunkene Ehefrau Manuela getötet haben. Das Paar, das seit Mai 2010 verheiratet war, habe am 6. November in seiner Zweiraumwohnung Schnaps und Bier getrunken. Der als jähzornig und eifersüchtig bekannte Z. soll sich dann bei einem Streit über die Widerworte seiner Frau geärgert haben und sie daraufhin mit einem Messer – Klingenlänge 21 Zentimeter – mehrfach wuchtig in Brust und Bauch gestochen haben. Insgesamt 48-mal. Der Tod sei durch Verbluten und Zusammenfallen der Lungen eingetreten.