Halberstadt (dpa/vs). Durch den mehrtägigen Lokführerstreik der GDL kommt es auch am Mittwoch beim privaten Bahn-Konkurrenten Veolia zu Zugausfällen. Das Unternehmen rechnet damit, dass die Züge beim Harz-Elbe-Express sowie der Mitteldeutschen Regiobahn zwischen Halle, Bitterfeld und Leipzig zu 80 Prozent planmäßig fahren. Der bislang längste Arbeitskampf im aktuellen Tarifkonflikt mit den privaten Bahnbetreibern soll 72 Stunden und noch bis Freitag, 14.00 Uhr, dauern. Die GDL fordert für die 26.000 Lokführer im gesamten Bahnverkehr einen Branchentarifvertrag mit einem einheitlichen Entgelt auf dem Niveau der DB.

Zugverbindungen, die gestrichen werden müssen, sollen durch Busse oder Großraumtaxis ersetzt werden. Betroffen ist davon laut Unternehmensangaben am Mittwoch vor allem die Strecke zwischen Bernburg und Könnern.

Veolia sei bereit, Gespräche mit der GDL aufzunehmen, sagte am Mittwoch Unternehmenssprecher Jörg Puchmüller. Jedoch nur unter der Bedingung, dass die Gewerkschaft von ihrer Forderung nach einem Branchentarif für Lokführer abrückt. Puchmüller verwies auf den abgeschlossenen Branchentarifvertrag mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft, der sukzessive in einen Haustarifvertrag umgesetzt werden soll. Ein Tarif nur für die Lokführer könnte die Belegschaft spalten, argumentiert Veolia.