Magdeburg (dapd/vs). Die Zahl der Erwerbstätigen ist in Sachsen-Anhalt seit Beginn der 1990er Jahre deutlich zurückgegangen. Von 1991 bis 2009 sank sie um 21,2 Prozent auf 1,009 Millionen, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Dabei verlief die Beschäftigungsentwicklung im Land sehr unterschiedlich.

Mehr als ein Viertel des Rückgangs entfiel auf die kreisfreien Städte, insbesondere auf Halle mit 34.600 und Magdeburg mit 31.000 Erwerbstätigen weniger. Die Landkreise verzeichneten im Vergleich zu 1991 einen Rückgang um 199.600. Die stärksten Verluste hatten die Landkreise Anhalt-Bitterfeld mit 36.600, Mansfeld-Südharz mit 26.800 und Harz mit 25.300. In den Landkreisen Börde (minus 2.100) und Jerichower Land (minus 2.700) fiel der Beschäftigungsabbau in diesem Zeitraum am geringsten aus.

Im Jahr 2009 gab es wegen der Wirtschaftskrise einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent. Die stärksten Verluste hatten laut Statistikamt dabei die Landkreise Harz, Wittenberg, Börde und Burgenlandkreis sowie die kreisfreie Stadt Dessau-Roßlau. Dagegen verzeichneten der Landkreis Anhalt-Bitterfeld (plus 800) und Halle (plus 600) die größten Zuwächse.