Magdeburg (au). Unter dem Motto "Inklusion beginnt im Kopf" haben der Paritätische Wohlfahrtsverband Sachsen-Anhalt, der Allgemeine Behindertenverband des Landes sowie der Landesverband der Lebenshilfe am gestrigen Donnerstag den 20. Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung begangen.

Im Magdeburger Landtag forderten die Verbände mehr sogenannte inklusive Schulen, in denen behinderte und nicht behinderte Schüler gleichberechtigt und selbstbestimmt miteinander lernen. Von den 163 000 Schülern, die derzeit an den allgemeinbildenden Schulen Sachsen-Anhalts lernen, sind etwa 15 500 als sonderpädagogisch förderungsbedürftig eingestuft. Das entspricht einer Förderungsquote von neun Prozent – immerhin drei Prozentpunkte mehr als im Bundesdurchschnitt.

"Wir alle wollen mehr gemeinsamen Unterricht", sicherte Michael Lehmann, Referatsleiter im Kultusmi- nisterium, zu. Nach Ansicht der Verbände sei dies in erster Linie durch Personalaufstockung, passender Aus- und Weiterbildung der Lehrkräfte sowie zusätzliche Raum- und Sachmittel zu erreichen.