Magdeburg (ph). Warum nehmen Menschen Schmerzen auf sich, um ihre Körper mit Metallschmuck, Tätowierungen und Brandzeichen zu verzieren? Einer Antwort auf diese Frage will sich das Magdeburger Zentrum für neurowissenschaftliche Innovation und Technologie (ZENIT) morgen wissenschaftlich und künstlerisch zugleich nähern. In Teil sieben der Reihe "Experiment" geht es ab 19.30 Uhr um Piercings, Tattoos, Brandings und die Lust am Schmerz.

Den wissenschaftlichen Part übernimmt dabei der Psychologieprofessor Erich Kasten, lange Zeit Mitarbeiter der Magdeburger Uni und nun in Lübeck tätig. Der Autor des Buches "Body-Modification" (Körperveränderung) gibt Einblicke in die neuronalen Mechanismen von Schmerz und Lust. Von künstlerischer Seite wird das "Experiment", das eine Symbiose von Kunst und Wissenschaft zum Ziel hat, durch eine Schauspielerin, eine Tänzerin und zwei Musiker sowie Filminstallationen bereichert.

Die Veranstaltung läuft im ZENIT II auf dem Magdeburger Uniklinikum-Campus. Vollkommen schmerzlos ist übrigens der Eintritt – nämlich frei.