Magdeburg. Die Jungwölfin "Zora" vom Truppenübungsplatz Altengrabow (Jerichower Land) hat sich wieder "gemeldet". Sie ist im Landkreis Lüchow-Dannenberg (Niedersachsen) geortet worden. Das Landesamt für Umweltschutz vermutet, dass die einjährige Wölfin bald den Hamburger Raum erreichen könnte. Dort war vor etwa sechs Wochen bereits ein Jungwolf fotografiert worden. Innerhalb weniger Tage hat "Zora" eine Strecke von rund 160 Kilometern (Luftlinie) zurückgelegt und dabei die A2 und mehrere Straßen überquert.

Die Meldungen von "Zora" waren mit Spannung erwartet worden, weil von dem Tier ab 18. April für etwa drei Wochen keine Ortungsdaten eingegangen waren. Vermutet wurde, dass sich die Wölfin in einem Funkloch befindet. Nicht auszuschließen war, dass ihr etwas passiert sein könnte. Ihr letzter bekannter Aufenthaltsort war ein Waldgebiet zwischen Belzig und Wollin (Brandenburg).

Dann gingen wieder Ortungsdaten ein: "Zora" bewegte sich in der Nacht zum 2. Mai in Richtung Truppenübungsplatz Klietz und legte in einer Nacht etwa 50 Kilometer zurück. Dort hielt sie sich einen Tag auf, bog südlich von Havelberg Richtung West ab und durchschwamm nördlich von Sandau die Elbe. Am 5. Mai hielt sie sich im Seehausener Stadtforst auf und überschritt in der Nacht zum 6. Mai die Landesgrenze nach Niedersachsen. Am 7. Mai wurde sie zwischen Dannenberg und Hitzacker geortet. "Zoras" Schwester "Tina", ebenfalls mit Sender ausgestattet, ist weiter in der Nähe des Elternrudels bei Altengrabow unterwegs.

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