Halle (dpa). Zu der seit Montag laufenden Volkszählung haben die Sachsen-Anhalter jede Menge Fragen. Tausende rufen bei den drei Hotlines beim Statistischen Landesamt an. "Alle Mitarbeiter an den Telefonen sind sehr stark beschäftigt", sagte Tobias Krüger von der Zensus-Pressestelle beim Landesamt.

Die Anrufe bei der obersten Statistikbehörde des Landes in Halle nehmen 45 geschulte Männer und Frauen entgegen. Die Teilnahme am Zensus ist für die Einwohner, die dafür ausgewählt wurden, Pflicht. Auch wer eine Wohnung oder ein Haus besitzt, muss daran teilnehmen. Zudem werden die Chefs von Heimen – etwa für Behinderte oder Senioren - befragt.

Die Zahl der Anrufer steige von Tag zu Tag, sagte Krüger. Oft gefragt werde, ob der Brief mit den beantworteten Fragen selbst frankiert werden müsse oder was zu tun sei, wenn sich der Angeschriebene auf Geschäftsreise befindet und ob die Teilnahme tatsächlich Pflicht ist. Immobilieneigentümer wollten wissen, warum sie auch angeben müssen, ob ihre Wohnung oder ihr Haus mit Badewanne oder Dusche ausgestattet ist.

Bei der ersten gesamtdeutschen Volkszählung wird etwa jeder zehnte Sachsen-Anhalter befragt. Rund 2400 Interviewer werden bis Ende Juli bei 240 000 Haushalten im Land klingeln.