Von Jens Schmidt

Magdeburg. Der Landtag will die Lösung des Grundwasserproblems vorantreiben. Alle Fraktionen haben sich gestern grundsätzlich darauf geeinigt, dafür einen entsprechenden Ausschuss einzusetzen.

Trotz anhaltender Trockenheit verzeichnen einige Regionen immer noch um 30 bis 50 Zentimeter überhöhte Grundwasserstände. Die Folge sind überflutete oder nasse Keller sowie "Seen" auf etlichen Feldern. Stark betroffen sind zum Beispiel die Region Schönebeck und Bernburg.

"Das Problem ist in kurzer Zeit aber nicht lösbar", sagte Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) im Plenum. Ein nasses Jahr 2010 bescherte Sachsen-Anhalt ungewöhnlich viel Regen und Schnee – zugleich aber verbrauchen Haushalte und Betriebe deutlich weniger Wasser als noch vor 20 Jahren. Der Rückgang des Bergbaus hat ebenfalls den Grundwasserspiegel steigen lassen. Schlecht gereinigte Gräben und Eigenheimviertel an falscher Stelle kämen problemerschwerend hinzu, sagte Aeikens. Sieben regionale Arbeitsgruppen hätten bislang 6000 Hinweise von Betroffenen erhalten, die nun akribisch auszuwerten seien.

Einig waren sich Umweltpolitiker der Fraktionen mit dem Minister, bei den Haushaltsverhandlungen darauf zu achten, die Unterhaltungsverbände – die auch für Gräben zuständig sind – finanziell besser auszustatten.