Halberstadt (dapd). Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat gestern kurzfristig zu einem Lokführerstreik beim Harz-Elbe-Express (HEX) aufgerufen. Die Lokführer legten ab 3 Uhr für zwölf Stunden die Arbeit nieder. Laut GDL fielen etwa 70 Prozent der Züge aus oder hatten massive Verspätungen.

HEX-Geschäftsführer Andreas Putzer bezeichnete die Auswirkungen des Streiks als gering. Dies zeige, dass das "drastische Vorgehen" der GDL, "Minderheitsinteressen auf dem Rücken der Fahrgäste und der überwiegenden Zahl der arbeitswilligen Mitarbeiter" durchzusetzen, nicht aufgehe. Putzer verurteilte das Vorgehen der GDL, "gerade da wir auf einem guten Weg sind, bessere Bedingungen für unsere Mitarbeiter festzuschreiben".