Von Michael Pieper

Magdeburg. In Magdeburg und 14 weiteren Städten führen Hundebesitzer morgen ihren besten Freund für einen guten Zweck aus. Beim bundesweit dritten "DogWalk 2011" erlaufen sie auf ausgewiesenen Strecken Futter für den Verein Tiertafel e.V. In Magdeburg wird für die örtliche Tiertafel entlang der Elbe und rund um die Salbker Seen gelaufen.

Pro Hundekilometer spenden Tierfutterhersteller 100 Gramm Trocken- oder eine Dose Nassfutter. Wer sich mit seinem Hund an der Wiese an der Gaststätte "Mückenwirt" für den "DogWalk" anmeldet, erhält eine Stempelkarte. An der Strecke sind Stempelstellen postiert, an denen die erlaufenen Kilometer eingetragen werden. "Mit der Aktion können viele kleine Hunde Großes schaffen", so Diana Degenkolbe von der Magdeburger Tiertafel.

2010 hatten weit mehr als 500 Herrchen und Frauchen ihren Spaziergang in Magdeburg zum "DogWalk" erklärt und mit ihrer Spende mehr als zwei Tonnen Futter für Katzen und Hunde erlaufen. "Ein sensationelles Ergebnis", das Diana Degenkolbe morgen gern überbieten möchte. Starten können die Charity-Spaziergänger zwischen 10 und 11.30 Uhr. Ab 14 Uhr findet im Zielbereich ein Sommerfest mit Vorführungen von Hundeschulen, Tombola, Musikprogramm mit dem Magdeburger Duo Connie und Markus sowie Sängerin Katja Sommer aus Hamburg und vielem mehr statt.

600 Tiere leben von Futterspenden der Tafel

Die Magdeburger Tiertafel ist eine von bundesweit 25 Ausgabestellen des Vereins Tiertafel Deutschland e.V., der 2006 in Rathenow (Brandenburg) gegründet wurde. Die Magdeburger Tiertafel betreut seit drei Jahren Tierhalter, denen es finanziell schwer fällt, ihre Haustiere zu versorgen. Immer donnerstags von 16 bis 17 Uhr ist die Ausgabestelle in der Ackerstraße geöffnet. Mehr als 600 Tiere werden aktuell vom Tafel-Team betreut. Um weiter arbeiten zu können, ist die Ausgabestelle auf Spenden angewiesen.

In der Vergangenheit wurde dem Verein vorgeworfen, mit den Futterspenden einen Anreiz zu bieten, sich trotz Armut Haustiere anzuschaffen. Diana Degenkolbe: "Wir sind nicht wie ein Amt zur Hilfe verpflichtet. Deshalb unterstützen wir nur solche Tierhalter, die beispielsweise mit ihrer kleinen Rente die Pflege nicht mehr finanzieren können." Menschen, die sich in Armut einen Hund neu anschafften, würden generell nicht unterstützt.