Magdeburg (dpa). Die Härtefallkommission in Sachsen-Anhalt ist neu aufgestellt. Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) berief gestern für eine zweijährige Amtsperiode zusammen jeweils acht Mitglieder und stellvertretende Mitglieder. Zur Vorsitzenden wählte die Kommission anschließend erneut Monika Schwenke, die von der katholischen Kirche vorgeschlagen war.

Die Härtefallkommission prüft im Einzelfall, ob eigentlich zur Ausreise verpflichtete Ausländer aus humanitären Gründen doch noch bleiben dürfen. Profitieren konnten seit der Einrichtung der Kommission 2005 vor allem Kinder, die in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind. 181 Menschen, die vor ihrer Abschiebung standen, wurde bislang ein Aufenthaltsrecht gewährt. Davon waren 89 minderjährige Kinder. Stahlknecht sagte zu den Mitgliedern: "Für die Menschen, die sich an Sie wenden, sind Sie der letzte Strohhalm. Sie müssen sich in die persönliche Lebenssituation und Schicksale hineinversetzen können und letztlich darüber befinden, ob ein Härtefall vorliegt."