Magdeburg. Falschgeld in einem Nennwert von 40000 Euro ist im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt sichergestellt worden. Das bedeutet einen Rückgang zum Jahr 2009 um 19000 Euro (59000 Euro), im Vergleich zu 2009 sogar um 94000 Euro (134000 Euro).

Bundesweit hingegen wurden im vergangenen Jahr "Blüten" im Gesamtwert von 6,7 Millionen Euro entdeckt. Das sind 20 Prozent mehr als 2009.

Dass sich in Sachsen-Anhalt die Zahlen gegenläufig zum Bundestrend entwickelt haben, sieht Michael Klock vom LKA "im Wesentlichen in einem erfolgreich geführten Falschgeldverfahren aus den Jahren 2008/2009." Das hatte zur Festnehme des italienischen Hauptlieferanten für Falschgeld geführt. Der Italiener hatte die "Blüten" aus seinem Heimatland eingeführt und sie im Großraum Magdeburg verteilen lassen. 126500 Euro konnten so sichergestellt werden, bevor sie überhaupt in den Umlauf kamen.

Kommen im Bundesdurchschnitt auf 10000 Einwohner – sieben Blüten, sind es zwischen Arendsee und Zeitz nur drei.

2010 wurden 78 Personen ermittel, denen Falschgelddelikte vorgeworfen wurden – vier weniger als 2009.

Betrachtet man die "Beliebheitsskala" von Stückwerten, steht der 50-Euro-Schein sowohl bundesweit, als auch in Sachsen-Anhalt ganz oben. Mehr als die Hälfte aller Fälschungen sind 50-er, bundesweit sogar gut 60 Prozent. Klocke: Vier von zehn Fälschungen waren 20-Euro-Scheine, einer von zehn ein Hunderter."

Minderwertige Kopien seien in der Minderheit. Zumeist handele es sich um professionelle Druck- oder Farbkopiefälschungen, die mit großer Wahrscheinlichkeit im Ausland hergestellt wurden, sagte er.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr in Sachsen-Anhalt 800 Falschgelddelikte registriert. Damit nahm die Zahl weiter ab. 2009 waren es 1200 Fälle, 2008: 1800.