Halle (dpa). Die Blutreserven des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Sachsen-Anhalt werden knapp. Ursache sei die intensive Behandlung mit Blutplasma für Erkrankte mit dem Darmkeim EHEC, sagte ein DRK-Sprecher gestern in Halle. "Unsere Reserven für solche Extremfälle sind nicht so ausreichend. Wenn das so weiter geht, sind wir in ein bis zwei Wochen trocken." Das DRK bat eindringlich um Blutspenden.

Die blutige Durchfallerkrankung mit einer EHEC-Infektion breitet sich laut Medizinern rasant aus. In Sachsen-Anhalt lag die Zahl der Betroffenen bis gestern unverändert bei elf Patienten. Bei drei Erkrankten wurde eine lebensgefährliche Form der Krankheit nachgewiesen. Sie kann Nierenversagen verursachen. Deshalb führen Ärzte bei den Betroffenen bislang eine Blutwäsche durch. Das DRK in Sachsen-Anhalt ist an den Blutspendedienst für Niedersachsen und Bremen angeschlossen. Meinung/Rund um die Welt I