Magdeburg (sj/ue). In Sachsen-Anhalt gibt es nach Angaben des Sozialministeriums derzeit 15 bestätigte EHEC-Fälle, davon drei mit der schweren Verlaufsform, dem hämolytisch-urämischen Syndrom (HUS). Seit vergangenem Freitag sind zu den bis dahin elf bestätigten Infektionen mit dem gefährlichen Darmkeim fünf neue Fälle hinzugekommen, ein Verdacht auf HUS hatte sich nicht bestätigt. Deutschlandweit gibt es mehr als 1300 EHEC-Infektionen und Verdachtsfälle. Die Zahl der Todesopfer hat sich um drei auf 13 erhöht.

Die Neu-Infektionen betreffen jeweils einmal den Burgenlandkreis, den Landkreis Wittenberg und Halle, zwei Fälle im Altmarkkreis Salzwedel. Das betrifft einen 72-jährigen Mann, der stationär behandelt wird, und ein einjähriges Kind, das sich zu Hause bei den Eltern befindet. Nach Angaben des Salzwedeler Amtsarztes Peter Wiesner gibt es im Landkreis Salzwedel noch zwei weitere Fälle bei zwei Frauen im Alter von 16 und 56 Jahren, die ebenfalls im Krankenhaus behandelt werden. Interessant ist dabei, dass die ältere Frau und ihr Mann Gurke gegessen hatten. Krank wurde nur die Frau.

Das Robert-Koch-Institut empfiehlt weiter, vor allem in Norddeutschland auf rohes Gemüse zu verzichten. Inzwischen meldete die Medizinische Hochschule Hannover erste Erfolge bei der Behandlung von EHEC-Patienten mit dem Antikörper Eculizumab.