Magdeburg/Halle (vs). In den Hochwassergebieten in Sachsen Anhalt gibt es noch keine Entwarnung: Experten gehen davon aus, dass die Wasserstände wegen des Tauwetters bei milden Temperaturen weiter steigen. "Die Lage ist weiterhin angespannt", sagte Brit Herwig vom Landesbetrieb für Hochwasserschutz am Sonntag in Magdeburg. Der Wasserstand der Saale in Halle habe sich weiter erhöht.

Am Pegel Trotha wurden am Sonntag 6,83 gemessen, normal sind zwei Meter. Die Stadt kündigte an, auf einer Länge von etwa 1,5 Kilometern die Deichanlagen entlang des Gimritzer Dammes an der Peißnitzinsel um 40 Zentimeter zu erhöhen. Rund 200 Helfer seien im Einsatz.

Während an der Elbe das Wasser weiter anstieg, so auch durch Rückstau im Bereich von Flussmündungen, entspannte sich die Lage am Fluss in Magdeburg und Schönebeck. Die Öffnung des Pretziener Wehrs am Sonnabend hat nach Angaben der Hochwasserzentrale den gewünschten Effekt gebracht. Wasser der Elbe wurde damit umgeleitet. In Magdeburg sank der Wasserstand des Flusses von 5,50 Meter um 25 Zentimeter auf 5,25 Meter am Sonntag. Es gelte die Hochwasseralarmstufe zwei.

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