Magdeburg (vs). Der umstrittene Castor-Transport aus der Wiederaufarbeitungsanlage in Karlsruhe hat am Mittwochnachmittag Sachsen-Anhalt erreicht. Nach einem Stopp südlich von Halle hat sich der Zug wieder in Bewegung gesetzt, meldete eine Internetseite von Atomkraftgegnern. Nach Angaben der Umweltschützer hatten sich zwei Atomkraftgegner unter einer Eisenbahnbrücke abgeseilt, um den Transport zu stoppen. Dabei waren sie mit einem Drahtseil gesichert. Ein Sprecher von Robin Wood sagte, durch die Aktion habe keine Gefahr für den Zug bestanden, auch nicht für die beiden Aktivisten. Die Polizei rückte mit Spezialkräften aus, um die Demonstranten in Sicherheit zu bringen.

Es wird erwartet, dass der Zug weiter nach Magdeburg und dann über das Land Brandenburg bis zum Atommüll-Zwischenlager Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern rollt.

Unterschiedliche Gruppierungen haben Protestaktionen gegen den Transport angekündigt. Bereits Dienstag wurde am Magdeburger Hauptbahnhof eine Mahnwache errichtet. Sie soll bestehen bis der Zug die Landeshauptstadt passiert hat. Bis zu 140 hoch radioaktive Glaskokillen sollen aus der Wiederaufarbeitungsanlage in Karlsruhe in das Zwischenlager Nord bei Lubmin an der Ostseeküste transportiert werden.