Magdeburg (vs). Die Hochwasserlage in Sachsen-Anhalt hat sich am Freitag entspannt. Die höchste Alarmstufe 4 galt nur noch an der Elbe in Tangermünde und an der Landesgrenze zu Brandenburg, sagte eine Sprecherin der Landeshochwasserzentrale in Magdeburg. Ansonsten zeigten die Pegel auch für die anderen Flüsse wie Saale und Schwarze Elster fallende oder stagnierende Werte. In den kommenden Tagen zeichnet sich laut der Sprecherin weitere Entspannung ab. Wann überall die Meldegrenze unterschritten sein wird, sei noch nicht abzusehen. Winterhochwasser gingen immer langsam zurück.

Ministerpräsident Wolfgang Böhmer (CDU) sagte nach einem Gespräch mit Landräten in Magdeburg, in Zukunft müsse man sich stärker mit dem Grundwasser beschäftigen. "Das ist schon ein Problem und es wird zunehmend zu einem Problem werden."

Böhmer sagte weiter: "Wir haben in den letzten Jahren sehr viel getan für den Hochwasserschutz. Aber ich weiß auch, dass noch etliche Kilometer Deiche saniert werden müssen. Und wir werden auch in den nächsten Jahren nicht so viel Geld haben, dass wir das alles in einem Jahr schaffen können." Nach dem aktuellen Hochwasser würden die Prioritäten noch einmal neu gesetzt.

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