Gardelegen (jm). Wirtschaftsminister Reiner Haseloff (CDU) hat sich gestern optimistisch zur Zukunft der Gardeleger AKT Altmärker Kunststoff-Technik GmbH geäußert. Das Unternehmen hatte am Donnerstag Insolvenz beantragt. Haseloff sprach noch am selben Tag mit dem Berliner Insolvenzverwalter Christoph Schulte-Kaubrügger. Der Minister kündigte eine "politische Begleitung" der beabsichtigten Restrukturierung des Unternehmens an. Das Land ist seit 2009 Gläubiger des mit 1007 Beschäftigten größten Arbeitgebers des Altmarkkreises Salzwedel.

Haseloff bezeichnete die Chancen für die Zukunft des Unternehmens als "sehr positiv". Er sei "guter Hoffnung, dass der Standort erhalten bleibt". Die Insolvenz, die in Form einer Planinsolvenz ablaufen soll, sei als "Sanierungsinstrument" gedacht, betonte der Insolvenzverwalter. Wichtig dabei sei, dass das Unternehmen "was zu bieten hat". Dies sei der Fall. Schulte-Kaubrügger bezeichnete die Ausgangslage als "sehr, sehr günstig". Aufträge gebe es "bis unter die Decke".

Das bestätigte auch Bernhard Schrettle, der mit Andrew Seidl die Geschäftsführung übernommen hatte. AKT kranke aber an dem hohen organisatorischen und finanziellen Aufwand für das Altsortiment. Die Rüst- und Umstellprobleme müssten bewerkstelligt werden, und gleichzeitig sollten neue Produkte auf die Maschinen gebracht werden. Schrettle sagte: "Da bleiben hohe Kosten hängen."

Die Produktpalette der AKT sei "wohl zu groß", betonte auch Schulte-Kaubrügger. Sie herunterzufahren sei aber nur im Zuge des Insolvenzverfahrens möglich: "Wir müssen zu einer Bereinigung der Produktpalette kommen." Die Chancen dafür seien gut. Meinung I/Wirtschaft