Garz (sl). 36 Fleischrinder, die auf einer höhergelegenen Wiese an der Havel bei Garz nahe Havelberg (Landkreis Stendal) stehen, sind vom Hochwasser eingeschlossen. Die Insel ist inzwischen nur noch rund 200 Quadratmeter groß. Wenn die Havel, wie derzeit prognostiziert, noch mindestens 60 Zentimeter steigt, könnte auch diese Erhöhung überflutet werden. Eine Rettung der Tiere ist nur noch über den Wasserweg möglich, eine Verbindung zum Land gibt es nicht mehr.

Deshalb wandte sich der Landwirt am Montag hilfesuchend an die Verwaltung der Verbandsgemeinde in Schönhausen. Bürgermeister Bernd Witt machte sich zusammen mit der Wasserschutzpolizei vor Ort ein Bild.

Die um Hilfe gebetene Bundeswehr sowohl in Havelberg als auch in Klietz sagte gestern ab, weil es technisch und organisatorisch nicht möglich sei, mit Pontons an die Weide zu gelangen. Geprüft wird nun die Möglichkeit, die alte Sandauer Fähre, die in Havelberg an Land liegt, mit Hilfe eines Bootes des Wasser- und Schifffahrtamtes nach Garz zu bringen. Hier könnte man dann versuchen, die Tiere auf die Fähre zu treiben. Ob diese aufwändige Rettungsaktion gestartet wird, entscheidet sich heute früh.