Von Marco Papritz

Magdeburg. Drei Gewinner habe es 2010 bei der Lottogesellschaft Sachsen-Anhalt gegeben, so Wolfgang Angenendt, Geschäftsführer von Lotto Sachsen-Anhalt, gestern in Magdeburg. Neben den Glückspilzen unter den Spielteilnehmern seien dies auch der Landeshaushalt sowie das Gemeinwohl.

"Mit 26,7 Millionen Tipps und Wettscheinen sowie Losen haben die Sachsen-Anhalter wieder viel Spielfreude gezeigt", so Angenendts Einschätzung. 2010 gab es rund 5,1 Millionen Einzelgewinne im Land mit einem Gesamtgewinn von rund 75 Millionen Euro. 35 Sachsen-Anhalter gewannen dabei 100 000 Euro oder mehr. 2009 waren es 34. Über Millionengewinne konnten sich fünf Spieler aus dem Bördekreis, dem Saalekreis, in Roßlau-Dessau, dem Landkreis Wittenberg sowie aus Halle/Saale freuen. Dort gab es auch den größten Einzelgewinn in Höhe von 2,44 Millionen Euro.

Als alleiniger Gesellschafter der Lottogesellschaft Sachsen-Anhalt erhielt das Land Zahlungen in Höhe von rund 53,8 Millionen Euro in Form von Steuern, Konzessionsabgaben und Gewinnabführungen. Zudem wurden 376 Vereine und Projekte in Kultur- und Denkmalpflege, im Sport, Umweltschutz und Soziales mit einer Summe in Höhe von 6,35 Millionen Euro von Lotto Sachsen-Anhalt gefördert.

Im Vergleich zu 2009 seien die Spieleinsätze im vergangenen Jahr um sechs Prozent zurückgegangen und beliefen sich auf 158,1 Millionen Euro. Pro Jahr investierten die Spieler in Sachsen-Anhalt durchschnittlich 67,10 Euro für das Glücksspiel.

Zum Ende des Jahres läuft der Glücksspielstaatsvertrag aus. Die Ministerpräsidenten und Parlamente der Länder entscheiden in den kommenden Monaten über die Neuvergabe. "In naher Zukunft steht das Lotteriemonopol nicht zur Debatte, weil in den drei Staatsvertragsentwürfen, um die es derzeit geht, das Lotteriemonopol enthalten ist", so Wolfgang Angenendt.