Berlin/Magdeburg (sj). Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (CDU) und Sozialminister Norbert Bischoff (SPD) haben den gestern vereinbarten Aktionsplan als Konsequenz aus dem Dioxin-Skandal ausdrücklich gewürdigt. Aeikens sagte: "Das Maßnahmepaket führt zu mehr Sicherheit sowohl beim Verbraucher landwirtschaftlicher Produkte als auch beim Landwirt, der Futtermittel einsetzt." Der Minister würdigte unter anderem die geplante Meldepflicht an die Behörden, wenn Futtermittelhersteller Grenzwertüberschreitungen feststellen. Dies sei bisher eine Regelungslücke. Geplant sei auch eine Prüfung des Kontrollsystems in den Ländern und eine neue Kennzeichnungspflicht für den Futtermittelhandel. "Auf dem Sack soll draufstehen, was genau drin ist", sagte Aeikens.

Bischoff erklärte, wenn der Aktionsplan umgesetzt sei, könne der Verbraucher sicherer sein, gesunde Lebensmittel zu kaufen. "Jetzt muss der Bund seine Hausaufgaben machen." Für wichtig hält Bischoff auch die Heraufsetzung des Strafrahmens für Verstöße bei der Futtermittelherstellung.Politik I