Von Martin Rieß

Helmstedt. Keinen guten Eindruck hat ein Magdeburger am Sonnabendmorgen bei Beamten der niedersächsischen Polizei hinterlassen: Kurz vor halb vier ist der 19-Jährige in einem BMW in Helmstedt unterwegs gewesen. Dort sei er Streifenpolizisten wegen hoher Geschwindigkeit aufgefallen, heißt es im Polizeibericht. Die Beamten stoppten den BMW und ließen den Magdeburger wegen eines auffälligen Alkoholgeruchs ins Röhrchen pusten. Das Ergebnis: 1,22 Promille. Die Folge: Blutprobe und Sicherstellung des Führerscheins. Nach einer rechtlichen Belehrung über die Auswirkungen des Führerscheinentzugs wurde der Alkoholfahrer zunächst aus der polizeilichen Obhut entlassen.

Fast genau zwei Stunden später allerdings sichteten Helmstedter Polizisten den BMW erneut. Die Beamten vermuteten zu recht, dass der ihnen bereits bekannte Fahrer erneut hinter dem Steuer sitzen könnte. Mit einer Überprüfung dieser Vermutung allerdings war dieser offenbar nicht einverstanden und ignorierte das Zeichen zum Anhalten. Stattdessen startete er durch: Nach einer vierminütigen Verfolgungsfahrt, die über die Bundesstraße 244 und die Autobahn 2 bis zur Rastanlage Helmstedt-Süd führte und bei der der Flüchtende an der Spitze teils mit Tempo 190 unterwegs war, gelang es den Polizisten jedoch, das Fahrzeug zu stoppen. Und das, obwohl der BMW-Fahrer zwischenzeitlich auch versucht hatte, durch das Ausschalten der Scheinwerfer die Verfolger abzuschütteln.

Der 19-Jährige musste sich erneut einer Blutprobe unterziehen. Um sicherzustellen, dass der junge Mann nicht ein drittes Mal in Versuchung gerät, mit dem BMW zu fahren, behielten die Helmstedter Polizisten diesmal die Autoschlüssel.

Bei einem der drei Beifahrer – ebenfalls einem 19-jährigen Magdeburger – fanden die Polizisten zudem in Aluminium-Folie eingewickeltes Marihuana. Wie bei dem alkoholisierten Fahrer ist auch in diesem Fall ein Strafverfahren eingeleitet worden.