Es hat eine Länge von 4 Minuten und 55 Sekunden, spielt zwischen Dom, Hundertwasserhaus und Elbe und ist eine einzige Liebeserklärung an Magdeburg: Das Musikvideo "Magdeburg State of mind", dass von jungen Elbestädtern vor wenigen Tagen fertiggestellt worden ist. Am vergangenen Freitag feierte es auf der eigenes dafür veranstalteten "Metropolenparty" in der Festung Mark seine Premiere. Knapp 600 Gäste waren dabei.

Als das Magdeburger "State of Mind"-Video, was so viel bedeutet wie "Gemütszustand", um 22.40 Uhr auf gleich drei Leinwänden abgespielt worden ist, war einer ganz besonders stolz: Philipp Schmidt, der vor knapp einem halben Jahr die Idee zu solch einem Imagevideo hatte.

Der 24-Jährige Medienwirtschaftler, der im Sommer 2010 zurück nach Magdeburg kam, wollte seiner Heimatstadt ein virtuelles Denkmal setzen. Grund dafür war der Mangel an guten Videos über die Elbestadt im Internet. "Die meisten Magdeburg-Clips haben mit Fußball zu tun." Als nach einem knappen halben Jahr texten, drehen und schneiden das Ergebnis zu sehen war, war das ein bewegender Moment für ihn. "Als das Video auf der Premierenfeier gezeigt wurde, war ich total aufgeregt", sagt der Magdeburger. "Und die Stimmung war toll, das Video kam sehr gut an."

Bei seinem Vorhaben hatte der 24-Jährige auf den Musiktitel "Empire State of Mind" von Alicia Keys zurückgegriffen, die damit ihrer Stadt New York ein musikalisches Denkmal setzte. Außerdem holte Philipp Schmidt den Magdeburger André Weisskeller von der Band "Stayded" ins Team, der die Musik auf die aus den Charts bekannte Melodie schrieb. Und auch sonst gab es viele begeisterte Helfer bei seinem Vorhaben: Musikalisch unterstützten das Sax‘n Anhalt Orchester und die beiden Sängerinnen Marie-Theres Kampe und Luisa Kutza, die Breakdance-Gruppe Da Rookies und die Cheerleader der Guardian Angels spielen im Video mit, bei der technischen Umsetzung half die Filmproduktionsfirma Improma. "Ohne die vielen helfenden Hände wäre so ein Projekt auch gar nicht zu stemmen gewesen", weiß Philipp.

Inzwischen ist das fertige Video auf der Videotauschbörse youtube zu sehen. Schon 20 000 mal wurde "Magdeburg State of Mind" angeklickt – in den ersten 72 Stunden. Viele Nutzer kommentieren das Video positiv: ""Super gemacht. Da bekommt man Lust, sich die Stadt mal anzuschauen", schreibt etwa ein Internetnutzer aus München. Manche aber werfen den Machern unprofessionelle Schnitte und zu seichte Raps vor.

Für Philipp Schmidt ist die Kritik aber kein Problem. "Unser Anspruch war es nicht, den besten Rap-Song aller Zeiten zu machen", sagt er. "Wir wollten, dass der Song vielen gefällt und auch für die Älteren hier in Magdeburg erträglich ist."