Wernigerode. Auf dem Bahnübergang am Stadtrand von Wernigerode ist gestern gegen 10.46 Uhr der Regionalexpresszug Hannover – Wernigerode – Halle mit einem Lkw zusammengestoßen. Während an beiden Fahrzeugen erhebliche Schäden entstanden (400 000/10 000 Euro), auch zwei Pkw in Mitleidenschaft gezogen wurden, blieben Lok-Führer und Kraftfahrer unverletzt. Zwei Reisende verletzten sich leicht; ein Mitarbeiter des städtischen Bauamtes erlitt Kopfverletzungen und wurde ins Klinikum eingeliefert. Er war im Bereich des Bahnübergangs beschäftigt. Zum Hergang teilte die Polizei mit, dass der mit Gussteilen schwer beladene Lkw samt Anhänger den Halbschranken-Bahnübergang bei beginnender Rotphase überquerte, ihn jedoch nicht rechtzeitig räumte. Geistesgegenwärtig ist der Fahrer aus dem Lkw gesprungen, so der 52-Jährige zur Volksstimme. Ebenso reagierte der Lok-Führer, der die Notbremse zog, in das Abteil rannte und sich so in Sicherheit brachte.

Auf der Bahnstrecke fielen bis zur Freigabe um 14.15 Uhr insgesamt neun Züge aus.