Bei zwei schweren Verkehrsunfällen sind am Wochenende in Sachsen-Anhalt fünf Menschen gestorben. Zwei junge Leute aus Schleswig-Hostein kamen auf dem Weg zum weltgrößten Opel-Treffen in der Motorsport Arena Oschersleben (Landkreis Börde) ums Leben. Bei einem Unfall auf der B 180 nahe Aschersleben (Salzlandkreis) starben drei Menschen.

Oschersleben/Aschersleben. Während sich zehntausende Fans beim Opel-Treffen in der Motorsport Arena Oschersleben vergnügten, starben auf der Landstraße zwischen Seehausen und Schermcke am Sonnabendvormittag ein 22-jähriger Autofahrer und seine 21-jährige Beifahrerin aus Schleswig-Holstein vermutlich auf dem Weg dorthin. Eine 64-jährige Frau aus dem Landkreis Börde, die das zweite in den Unfall verwickelte Auto fuhr, überlebte schwer verletzt.

Wie Heiko Wieblitz vom Polizeirevier Börde in Haldensleben sagte, waren die beiden jungen Leute mit einem getunten Opel Corsa unterwegs. Auf der kurvenreichen Straße habe der Fahrer, der in Richtung Schermcke fuhr, die Kontrolle über sein Auto verloren und sei auf die Gegenfahrbahn geraten. Ein entgegenkommender VW Polo stieß frontal gegen die Fahrerseite des Opels. Die beiden Insassen starben noch an der Unfallstelle.

"Der Unfall ist tragisch", sagte Sven Glöckner, Organisator des Opel-Treffens, gegenüber der Volksstimme. Das Unglück habe jedoch nichts direkt mit der Veranstaltung zu tun, deshalb sei diese auch nicht abgebrochen worden. "Wir sind alle unfassbar traurig und bedauern, dass durch das Geschehen zwei junge Menschen plötzlich aus dem Leben gerissen wurden", sagte Glöckner. Er habe die Fans durch das Veranstaltungsradio über den Unfall informiert und sie aufgefordert, langsam und umsichtig zu fahren.

Drei Menschen starben am Sonntagmittag bei einem weiteren schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 180 zwischen Winningen und Aschersleben. Ein Paar, beide Eheleute nach Polizeiangaben über 50 Jahre alt und aus Magdeburg, war sofort tot. Für eine weitere 40-jährige Frau kam jede notärztliche Hilfe ebenfalls zu spät. Sie starb noch an der Unfallstelle. Zur traurigen Bilanz gehören außerdem sieben Schwerverletzte.

Zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz, um die Verletzten in die umliegenden Krankenhäuser zur Behandlung zu bringen. Am Unfallort waren auch die Mitgieder der Freiwilligen Feuerwehr aus Aschersleben. "Es handelt sich um den schwersten Verkehrsunfall im Altkreis Aschersleben seit vielen Jahren", sagte gestern Kriminaloberrat Holger Herrmann vom Revierkommissariat Aschersleben in einer ersten Einschätzung.

Die Polizei des Salzlandkreises machte darüber hinaus noch keine detaillierten Angaben zum Unfallhergang. Die Ermittlungen zogen sich noch bis in den Abend hin. Die Staatsanwaltschaft sei eingeschaltet worden, sagte ein Sprecher des Polizeireviers in Bernburg. Erste Vermutungen gingen allerdings davon aus, dass die vier beteiligten Fahrzeuge im Gegenverkehr ineinandergeraten seien. Ein Auto war in Sachsen-Anhalt gemeldet, die drei anderen in Thüringen.

Während der Rettung der Verletzten und der Bergung der Toten sowie der Ermittlungen am Unfallort war die B 180 bis gegen 17 Uhr voll gesperrt.

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