
Jedes Kind braucht ein Zuhause und liebevolle Eltern. Für Mädchen und Jungen, die ihre Familie verlassen müssen, könnte jedoch zukünftig immer öfter nur der Weg ins Heim bleiben. Pflegeeltern warnen, dass bald niemand mehr Kinder bei sich aufnimmt, wenn sich an den Pflegebedingungen nichts ändert.
Tangermünde/Schönebeck/Magdeburg l Ein Wunschkind war Pascal mit Sicherheit nicht. Die leibliche Mutter des aufgeweckten Achtjährigen hatte in der Schwangerschaft regelmäßig zur Flasche gegriffen, war oft betrunken. Pascal wurde durch den Alkohol derart geschädigt, dass er seit der Geburt am Fetalen Alkoholsyndrom (FAS) leidet. Er hat den Körper eines Fünfjährigen, kann kaum den Rucksack mit den vielen Schulbüchern tragen und leidet seit kurzem an schwerem Asthma.
Sorgen konnte seine inzwischen verstorbene Mutter nicht für Pascal - mit sieben Monaten brachte ihn das Jugendamt deshalb zu Wolfgang und Regine Fellendorf in Magdeburg. Die 57-Jährige und der 60-Jährige nehmen seit acht Jahren Pflegekinder bei sich auf, gaben bislang sechs Kindern ein neues Zuhause. Momentan leben Pascal und die fünfjährige Nicky bei den Fellendorfs. "Als unsere eigenen vier Kinder raus waren, war unser Haus leer und ruhig. Zu ruhig", erinnert sich Regine Fellendorf und schmunzelt. Kinder gehören für sie einfach dazu, bringen ganz viel Freude - aber auch Probleme, wie die Familie nach anfänglicher Euphorie schnell feststellen musste.
"Pflegekinder sind keine blondgelockten, blauäugigen Engelchen, sondern traumatisierte, verhaltensauffällige Kinder, die auch selten glücklich darüber sind, zu einer anderen Familie zu ziehen - egal, wie schlimm es bei den eigenen Eltern war", weiß auch Kathrin Lichtenberg, Vorsitzende des Landesverbandes der Pflege- und Adoptiveltern in Sachsen-Anhalt. Die Kinder benötigen meist regelmäßig ärztliche und psychologische Betreuung, logopädische Behandlung oder Ergotherapie.
Es sind besondere Kinder, von denen jedes mehr schlimme Dinge erlebt hat als manche Menschen in ihrem ganzen Leben. In der Öffentlichkeit, beim Einkauf, in der Kita oder der Schule fallen sie auf - meist negativ. Der Ruf ihrer Pflegeeltern sei deshalb schlecht, ist Kathrin Lichtenbergs Erfahrung. "Was Pflegeeltern sind und was sie machen, wissen die wenigsten genau, selbst viele Ärzte, Lehrer und Erzieher nicht", ärgert sie sich. Ein verbreitetes Vorurteil sei, sie hätten anderen Eltern die Kinder weggenommen und bekämen vom Amt noch viel Geld dafür. Wie sonst könnten sie sich das große Auto leisten?
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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