Magdeburg l Rund 7000 Besucher werden heute auf der "Meile der Demokratie" in der Innenstadt von Magdeburg erwartet. Da-runter werden nach Angaben der Organisatoren vom "Bündnis gegen Rechts" auch der SPD-Bundesvorsitzende Sigmar Gabriel und die Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Claudia Roth, sein. Die Parteivorsitzende der Linken, Gesine Lötzsch, hat ebenfalls ihre Teilnahme zugesagt.
Seit 2009 findet die "Meile der Demokratie" alljährlich im Rahmen des Gedenkens an die Zerstörung Magdeburgs am 16. Januar 1945 durch alliierte Luftangriffe statt. Ziel der Veranstaltung ist es, dem Aufmarsch rechtsradikaler Gruppen, die den Magdeburger Gedenktag als "Trauertag" für ihre politischen Zwecke nutzen wollen, ein "klares Zeichen gegen Rechtsextremisten" entgegenzu-setzen, wie Sachsen-Anhalts Kultusminister Stephan Dorgerloh gestern sagte. Er wird zusammen mit Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (beide SPD) die "Meile der Demokratie" heute um 12 Uhr vor dem Alten Rathaus eröffnen. Dann wollen rund 150 Vereine, zehn Schulen, der Kirchenkreis Magdeburg, die Theater der Stadt, die Stadtratsfraktionen und zahlreiche Organisationen mit Informationsständen und auf mehreren Bühnen ein "Zeichen für Demokratie und Weltoffenheit" setzen. Es wird Konzerte, Lesungen, Gesprächsrunden und einen Laternenumzug geben. Ab 12.45 Uhr ist eine lange Menschenkette auf dem Breiten Weg geplant, mit der ein "Band der Demokratie" geknüpft werden soll.
Die Polizei wird mit rund 2000 Beamten während es ganzen Tages in Magdeburg im Einsatz sein. Dabei geht es in erster Linie darum, rechts- und linksradikale Demonstrationszüge, die angemeldet sind, nicht aufeinandertreffen zu lassen. Zu dem Aufmarsch von Neonazis, der im Norden der Stadt ab 13 Uhr stattfinden soll, erwartet die Polizei etwa 1200 Teilnehmer. Für die linke Gegendemonstration, die um 10 Uhr am Hauptbahnhof beginnt, rechnet die Polizei mit etwa 700 Teilnehmern. Ein Brennpunkt könnte der Neustädter Bahnhof werden. Dort kommen die Neonazis an. Direkt am Bahnhof befindet sich die Synagoge der jüdischen Gemeinde, wo eine Gegenkundgebung stattfinden soll.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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