
Operationen an der Wirbelsäule sind schwierig, weil häufig unübersichtlich. Jetzt sollen "Navis" den Ärzten helfen. Der Patient muss dazu aufwändig in Echtzeit digital eingelesen werden.
Magdeburg l Der Operationssaal ist hell erleuchtet. Gleich soll die Operation beginnen. Zum ersten Mal wird am Magdeburger Uniklinikum bei einem komplizierten Eingriff an der Wirbelsäule das OP-Besteck navigationsgeführt verwendet - vor allem in technischer Hinsicht ist das für die Ärzte eine Herausforderung.
Auf dem OP-Tisch liegt ein Mann auf dem Bauch. Sein nackter Rücken wird von einem grünen Tuch bedeckt. Nur ein kleiner Schlitz gibt den Blick frei auf etwas Haut im mittleren Bereich des Rückens. Schwestern und Ärzte warten auf Oberarzt Dr. Boris Jöllenbeck. Der Arzt steht vor dem Röntgenbild-Monitor und tippt mit dem Finger auf die dort abgebildete Wirbelsäule. "Der zwölfte Brustwirbel ist hinten gebrochen und ist instabil. Da besteht das Risiko einer Rückenmarksverletzung", erklärt er.
Der Mann, der da mit gebrochenem Rücken auf dem OP-Tisch liegt, ist 78 Jahre alt und kommt aus Wolfenbüttel in Niedersachsen. In seiner Krankenakte steht "Leitersturz". Dr. Jöllenbeck nimmt das Skalpell und schneidet langsam einen etwa zehn Zentimeter langen Schnitt in die Haut über der Bruchstelle. Gleich beginnt der eigentliche Eingriff. Vor ihm wird eine Spange an der Schnittöffnung befestigt und auseinandergeschoben. Sie gibt den Blick frei auf die Wirbelsäulenknochen. "Früher hätte man ihn wochenlang im Bett stillgelegt, damit der Wirbelknochen wieder zusammenwachsen kann. Heutzutage wird der Wirbel mit einer kleinen Stange, die in dem Wirbelknochen verschraubt wird, stabilisiert", erklärt der Arzt. Im Grund wird ein Stück der Wirbelsäule ähnlich verschraubt und geschient wie ein gebrochener Arm.
Schrauben am Rückenmark
Eine Stange, die verschraubt wird - das klingt nach Heimwerkern. Das wäre es auch fast "nur". Der Unterschied ist: Die Ärzte schrauben in unmittelbarer Nähe des sensiblen Rückenmarks und Nervenverbindungen, die für den Bewegungsapparat wichtig sind. Nur wenige Millimeter "verschraubt", könnten für den Patienten schlimmstenfalls ein Leben im Rollstuhl bedeuten. "Schraubenfehllagen" - so der Fachbegriff - sind durchaus nicht selten. Dr. Jöllenbeck: "Man geht von Fehlschraubungen zwischen vier und 20 Prozent aus. Da gibt es unter Experten sehr unterschiedliche Auffassungen." Bei komplizierten Operationen mit erschwerten Durchleuchtungsbedingungen zum Beispiel bei verkrümmten Wirbelsäulen oder besonders schwergewichtigen Patienten könnten Schraubenfehllagen aber nicht immer vermieden werden. Aus diesem Grund ist die technische Aufrüstung des Operationssaales in der Klinik für Neurochirurgie für die Navigation vorangetrieben worden.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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