Die Kälte hat in Sachsen-Anhalt inzwischen drei Todesopfer gefordert. In Magdeburg erfror auf einer Bank an einem Friedhof ein 55-jähriger Mann. Ein 71-Jähriger wurde am Abend im Gebüsch entdeckt. In Stendal war am Mittwoch eine 73-Jährige beim Eisbaden gestorben.
Magdeburg/Stendal l Ein 71-jähriger Mann ist gestern Abend in der Magdeburger Innenstadt am Damaschkeplatz in einem Gebüsch, vermutlich erfroren, aufgefunden worden. Der Magdeburger dürfte damit das dritte Todesopfer der aktuellen Kältewelle in Sachsen-Anhalt sein. Er war am Mittwochvormittag auf dem Weg zum Arzt, kehrte aber nicht zurück. Angehörige erstatteten noch am Abend Vermisstenanzeige. Die Suche nach dem Mann blieb bis zum gestrigen Auffinden der Leiche ohne Ergebnis. Die Klärung der genauen Umstände seines Todes dauerte am Abend noch an.
Bereits gestern früh war ein 55-jähriger Obdachloser auf der Bank vor dem Blumenladen eines Magdeburger Friedhofs erfroren aufgefunden worden. Der Mann hatte sich nach ersten Erkenntnissen der Polizei nach der Schließung des Ladens gegen 18 Uhr irgendwann in der Nacht auf der Bank schlafen gelegt. Als am Morgen gegen 8 Uhr die Verkäuferin wieder zur Arbeit erschien, lag er immer noch regungslos in der Kälte. Die Frau alarmierte daraufhin umgehend den Notarzt, der aber nur noch den Tod feststellen konnte.
Der Mann hatte seit 2006 auf der Straße gelebt und der Buckauer Friedhof sowie die leeren Fa-brikhallen der ehemaligen DDR-Kombinate SKET und SKL waren häufig sein Schlafplatz. Warum er nicht wie andere Obdachlose die Notunterkünfte der Stadt in Anspruch genommen hat, konnte bisher nicht ermittelt werden.
"Es ist ein besonders tragischer Fall, der zeigt, dass wir uns in dieser Zeit besonders sensibel nach Bedürftigen bei dieser Kälte umsehen und im Zweifel den Notruf 110 wählen sollten. Solch ein Anruf kann Leben retten", sagte Polizeisprecherin Beatrix Mertens.
Magdeburg verfügt über 108 Betten für Übernachtungen in zwei Wohnungsloseneinrichtungen. "Dieses Angebot kann kurzfristig auf 140 Betten aufgestockt werden", sagte gestern der Sprecher der Stadtverwaltung Michael Reif. Betreuungsangebote werden in den Einrichtungen rund um die Uhr angeboten.
In den sozialen Wohnungseinrichtungen der Landeshauptstadt leben zurzeit 24 wohnungslose Menschen, im Übergangswohnheim Rothensee 27 Männer. Trotz des Frosts gebe es derzeit aber keine "erhöhten Aufnahmezahlen", so der Stadtsprecher. In den vergangenen Tagen habe es lediglich eine Neuaufnahme gegeben, die auf die Kälte zurückzuführen ist. Die Magdeburger Bahnhofsmission sei auf verstärkte Nachfrage vorbereitet, sagte deren Leiterin. Sie sei aber noch gering.
Eine 73-jährige Frau war bereits am Mittwoch nahe Stendal beim Eisbaden ums Leben gekommen. Rettungstaucher konnten die Leiche später bergen. Warum die Frau im Wasser unterging, war zunächst nicht klar. Seite 3
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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