Burg l Der Anlass für die tätliche Auseinandersetzung in der JVA Burg soll Musik gewesen sein, die ein Gefangener als viel zu laut empfunden haben soll.
Ein scharfer Wortwechsel sei eskaliert und in eine Schlägerei gemündet, heißt es von Vollzugsbeamten. Dabei soll ein deutscher Häftling den ersten Schlag geführt haben. Im Verlaufe des Geschehens habe sich der Gegenpart - ein Schwarzafrikaner - abgeduckt, dem 39-Jährigen mit großer Gewalt in den Schritt gegriffen und Michael B. dermaßen verletzt, dass er in einem Krankenhaus operiert werden musste.
Mitgefangene haben sich dahingehend geäußert, dass es sich bei der Auseinandersetzung im Hochsicherheitsgefängnis um einen Übergriff von drei Schwarzafrikanern auf einen Deutschen gehandelt haben soll. Die Farbigen sollen auf den am Boden Liegenden brutal eingeschlagen haben. Diese Version sei von den Videoaufzeichnungen keinesfalls gedeckt, hieß es gestern aus dem Justizministerium. Allerdings wollte man sich dort mit Blick auf das "laufende Verfahren" nicht detailliert äußern. Das "besondere Vorkommnis" an sich wurde allerdings bestätigt. Von einem gezielten Angriff auf den Mann könne jedoch nicht die Rede sein. Auch der Vorwurf, der im Raum steht, dass die Konzentration von Ethnien auf einzelnen Fluren "Gruppenbildungen" befördere, stimme so nicht. Für die Verteilung von Strafgefangenen auf die Flure gebe es andere Kriterien als die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Volksgruppe, heißt es.
Der Deutsche ist unter anderem wegen räuberischen Diebstahls in Haft, der Afrikaner wegen Drogendelikten. Die Polizei ermittelt nach der Gewalttat unter Häftlingen wegen des Vorwurfs der Körperverletzung (§ 223 Strafgesetzbuch, Strafandrohung bis fünf Jahre Haft). Der Verdacht der schweren Körperverletzung (§ 226 StGB, Strafandrohung bis zu zehn Jahren Haft) liege nach jetzigem Ermittlungsstand nicht vor.
Erst vor gut einer Woche war durch die Volksstimme öffentlich geworden, dass ein 25 Jahre alter Häftling in Burg wochenlang von mindestens einem Mitgefangenen schwer misshandelt und genötigt worden war. Er soll von seinem Zellenkameraden gezwungen worden sein, seinen Haftraum nicht zu verlassen, er durfte nicht duschen und habe sein sogenanntes Einkaufsgeld als Schutzgeld abgeben müssen.
Sachsen-Anhalts Justizministerin Angela Kolb (SPD) hatte sich gegenüber der Volksstimme dahingehend geäußert, dass es "hundertprozentige Sicherheit" im Gefängnis nicht gebe. Kolb hatte in diesem Zusammenhang auf das große Gewaltpotenzial - speziell in Einrichtungen für sogenannte Langstrafler wie in Burg-Madel - verwiesen.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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