Der Heizölpreis ist wegen der Kältewelle auf einen neuen Höchststand gestiegen. Zum anderen verursacht die starke Nachfrage bei den Anbietern Lieferschwierigkeiten. Weil viele Privatkunden auf günstigere Preise hofften, hatten sie ihre Vorräte auf ein Minimum beschränkt.
Magdeburg l Die regionalen Heizölanbieter kommen mit den vielen Bestellungen kaum hinterher. "Unsere Fahrer sind überlastet und arbeiten schon am Limit", berichtete eine Verkäuferin des Anbieters AWS-Wärme mit Standort Magdeburg. "Weil die Schiffe auf dem zugefrorenen Mittellandkanal nicht mehr fahren können, gibt es Probleme bei der Zulieferung. Dadurch ist auch bei uns das Öl knapp geworden." Viele Privatkunden säßen bereits jetzt schon im Kalten. Doch müsse mit einer weiteren Wartezeit von ein bis zwei Wochen gerechnet werden.
Die lange Frostperiode hat nicht nur die Unternehmen und Lieferanten überrascht. Besonders Privatkunden haben offenbar zu lange damit gewartet, ausreichend Heizöl für die Winterzeit zu bestellen. Der milde Dezember und die konstant hohen Heizölpreise hatten viele Verbraucher dazu verleitet, auf günstigere Preise zu spekulieren. Stattdessen hat die Kältewelle den Heizölpreis auf den höchsten Stand seit dem Sommer 2008 getrieben. Für 100 Liter Heizöl müssen Verbraucher bei einer Abnahme von 1000 Litern zirka 90 Euro zahlen. Im Vergleich dazu waren es im Sommer des vergangenen Jahres rund 15 Euro weniger pro 100 Liter.
Die meisten Heizölfirmen in der Region beziehen ihr Öl von der Magdeburger Umschlag und Tanklager KG (MUT). Das Unternehmen dient unter anderem als Lagerhalter für Heizölfirmen. "50 Prozent der Einlieferungen werden über den Wasserweg und die anderen 50 Prozent über den Schienenverkehr abgewickelt. Durch die überraschende Kältewelle brauchten wir einige Zeit, um komplett auf Kesselwagen umzustellen. Dadurch kam es tatsächlich bei einigen Unternehmen zu Lieferschwierigkeiten", bestätigte auch Heiner Dettmer, Geschäftsführer der Dettmergruppe. Er fügte hinzu: "Mittlerweile kann ich aber sagen, dass sich die Lage wieder entspannt hat. Auch ist genug Öl im Lager vorhanden".
Von einer entspannteren Lage kann der Heizölzulieferer Mundt GmbH allerdings noch nicht sprechen. "Wenn wir zum Aufladen fahren, müssen unsere Fahrer zum Teil drei bis vier Stunden warten, um Ware zu bekommen", berichtete ein Sprecher des Familienunternehmens. Sorge bereite ihm nicht nur, dass er viele seiner Kunden in der Kälte sitzen lassen muss, auch könne ein leerer Tank Folgekosten nach sich ziehen. "Wer zu lange mit dem Befüllen wartet, riskiert Frostschäden und eine Verschmutzung des Tanks. Das kommt durch die im Öl enthaltenen Schwebstoffe, die sich mit der Zeit nach unten absetzen", erläuterte der Sprecher.
Heizöllieferanten raten deshalb, sich bereits im Herbst auf einen möglichen Kälteeinbruch vorzubereiten. "Weil der Mineralölpreis komplexen Wechselwirkungen unterliegt, kann niemand voraussagen, wie sich die Preise entwickeln werden", so der Sprecher.
Auswirkungen auf den Dieselpreis hat die Preissteigerung des Heizöls allerdings bislang nicht, wie eine Sprecherin des ADAC bestätigte. Auch Gaskunden können beruhigt sein. "Gaspreise unterliegen nicht den Schwankungen, wie Mineralölpreise, sondern werden langfristig kalkuliert. Hier blieben die Preise auch in nächster Zeit stabil", sagte ein Sprecher vom E.ON Avacon-Vertrieb. Seite 5
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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