
Gewalt gegen Polizisten scheint an der Tagesordnung zu sein, die Hemmschwelle, Vollzugsbeamte möglicherweise zu verletzen oder gar zu töten, sinkt. 2011 wurden 156 Polizisten Sachsen-Anhalts im Dienst Opfer von Gewalttaten.
Magdeburg l Dass die Polizisten, die nach Schluss der Kundgebungen anlässlich der "Meile der Demokratie" am 14. Januar dieses Jahres Angehörige der linken Szene zurück in ein Haus in der Alexander-Puschkin-Straße begleitet hatten, nicht zu Schaden kamen, war mehr als Glück. Als die Uniformierten vor dem Gebäude standen, schlug eine 40 mal 20 Zentimeter große Betonplatte direkt neben ihnen auf und Hunderte von Teilen schossen über die Straße. Wäre ein Polizist, der in unmittelbarer Nähe stand, getroffen worden, wäre er wahrscheinlich getötet worden.
Obwohl gewalttätiger Widerstand gegen Polizisten seit November 2011 mit nunmehr drei, anstatt zwei Jahren Haft bestraft werden kann, scheint das "Bullenklatschen" zum schlechten Ton bei Demos und am Rande von Fußballspielen zu gehören. Aber auch außerhalb von derartigen Veranstaltungen geht es oft rund.
Das sieht auch Uwe Petermann, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, so: "Auch bei ganz normalen Einsätzen geht es heute schon zur Sache." Und er nennt das Beispiel, als ein Beamter, der nach einer Discoveranstaltung in Halberstadt die Personalien von Jugendlichen aufnehmen wollte, urplötzlich von hinten angegriffen worden war.
Petermann spricht von einer "deutlichen Spirale der Gewalt gegen Vollzugsbeamte. Immer weiter nach oben". Und er sieht diese Art von Gewalt in einem engen Zusammenhang "mit der allgemeinen Verrohung der Gesellschaft, an der die Medien keinen geringen Anteil haben".
Im vergangenen Jahr wurden in Sachsen-Anhalt 1188 Polizisten Opfer von Straftaten. 137 Vollzugsbeamte und 19 -beamtinnen waren von Körperverletzungsdelikten betroffen. Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte wurden 934-mal registriert.
Ein Vergleich mit zurückliegenden Jahren ist in Sachsen-Anhalt allerdings nicht möglich, da erst seit 2011 Daten zu Polizisten als Opfer von Straftaten erhoben werden.
Bundesweit wurden seit 1945 392 Polizisten im Dienst getötet. Allein 2010 gab es der polizeilichen Kriminalstatistik zufolge 21000 Widerstandsfälle. Von 2003 bis 2008 sei ein Anstieg von 20 Prozent zu verzeichnen gewesen. Auffällig daran sei, dass die Täter immer jünger würden. Häufig bleiben psychische und physische Auswirkungen zurück, die sogar zur dauernden Dienstunfähigkeit führen können.
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Der Tunnel kommt doch ....! Die Typen vom BUND (die noch auf Kosten der Steuerzahler agieren) machen die ganze Thematik TUNNEL um das doppelte teurer. Das diese "Fraktion" nicht endlich beiseite geschoben wird, ist mir unverständlich. Was ist das bloß für eine Gesellschaft ?! Zu DDR-Zeiten war dieser tunnel im Gespräch, weil er gebraucht wurde und gebraucht wird. Nur mit dem Unterschied, die DDR hatte kein Geld. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Sache durchziehen !
Vergesst die inzwischen verschwundenen Museen nicht! Da gehen große Kostbarkeiten verloren - wie im Fall des in Sachsen-Anhalt einmaligen und großen Natur- und Völkerkunde-Museums "Julius Riemer" in Wittenberg. Das hat inzwischen geschlossen und es steht in den Sternen, ob es je wieder in annähernd der Größenordnung zu sehen sein wird wie bisher. Siehe auch www.riemer-museum.de - die Webseite der Bürgerinitiative, die versucht, das Museum zu retten. Dort gibt es auch eine Fotogalerie (im Aufbau) über die breit gefächerte Sammlung kostbarer und kostbarster Zeugen der Entwicklung des Lebens und vor allem der Menschheitskultur.
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